>> Fallbeispiele >> Beispiel "KeyNote-Speaker"Zu Beispiel No 1

Fallbeispiel No 2

20 Minuten Antrittsrede eines Aufsichtsratsmitglieds:

Ilona bewirbt sich um die Position als Arbeitnehmervertreterin.

Um auch hier das Ergebnis des entsprechenden Prozesses vorwegzunehmen: Die von uns begleitete Kundin wurde mit Bravour in den Aufsichtsrat der mittelständischen Aktiengesellschaft mit rund 500 Mitarbeitern gewählt.

Darüber hinaus wurde sie angesichts ihres überzeugenden Auftritts anschließend gebeten, ihren Vortrag auf verschiedenen zukünftigen Kundenveranstaltungen des Unternehmens zu halten. Auf Wunsch der Kundin verzichten wir an dieser Stelle sowohl auf die Veröffentlichung ihres realen Namens (im Folgenden nennen wir sie deshalb Ilona)wie auch die namentliche Nennung des Unternehmens.

Ilona hatte die Einladung erhalten, anlässlich der bevorstehenden Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern einen 20-minütigen Einführungsvortrag zu halten, mit dem sie sich um die Position der Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat bewerben sollte. Da Ilona die Aufnahme in das Aufsichtsratsgremiums aus persönlichen und beruflichen Gründen außerordentlich wichtig war, entschied sie sich für einen umfänglichen Coachingprozess. Dieser bestand aus den folgenden Schritten.

Schritt 1: S.C.I.L.Evaluation

Um ein möglichst objektives Bild von den Wirkungs- und Wahrnehmungs-Kompetenzen von Ilona zu erhalten, startete der gesamte Prozess mit der S.C.I.L.Analyse und einem telefonischen Auswertungsgespräch. Ihr Profil wies in den drei Frequenzbereichen Sensus, Corpus und Lingua extrem starke Ausprägungen auf. Der Bereich Intellektus war in Relation zu den anderen drei sehr gering ausgeprägt. Im Auswertungsgespräch wurde vereinbart, dass Ilona zu einem ersten 1-tägigen Coachingtermin verschiedene Präsentations- und Vortragsmaterialien mitbringt, die gemeinsam analysiert, von ihr vor laufender Kamera geübt und gemeinsam reflektiert werden können.

Schritt 2: Performance-Coaching

In einem 1-tägigen Coaching wurden die im Auswertungstelefonat vereinbarten Aspekte thematisiert und geübt. Sowohl in der anschließenden Selbstreflektion von Ilona wie auch aus unserer Sicht waren alle geübten Durchgänge getragen von einer starken lingualen Kompetenz, gekennzeichnet von einer ausgeprägten und überzeugenden Körpersprache und mit einer hohen emotionalen Begeisterung ausgestattet. Dabei passierte es ihr allerdings in unterschiedlichen Durchgängen immer wieder, dass sie sich in ihrer eigenen Begeisterung und Beredsamkeit verfing und die Struktur der Vorträge vollkommen verlor. Die in ihrem Interaktionsprofil ausgewiesenen Entwicklungsfelder bestätigten sich also auch in den mit Video aufgezeichneten und gemeinsam ausgewerteten Übungsdurchgängen. Gegen Ende des Coachings kamen wir überein, das im Rahmen eines weiteren Treffens der inhaltliche Aufbau sowie die Dramaturgie des vor dem zur Wahl bestimmten Gremium zu haltenden Vortrags gemeinsam erarbeitet werden würde.

Schritt 3: Struktur- und Dramaturgie-Beratung

In die inhaltliche, strukturelle und dramaturgische Konzeption des Vortrags wurde ein weiterer halber Tag investiert. Während dieses Tages wurde gemeinsam mit Ilona auch die gesamte für den Vortrag benötigte Powerpoint-Präsentation sowie das ausformulierte Redemanuskript geschrieben. Ihre Aufgabe war es nun, bis zu einem nächsten Termin den Vortrag mehrere Male zu üben und die Rede möglichst wortgenau auswendig zu lernen.

Schritt 4: Vortragscoaching

Circa 6 Wochen nach Schritt 3 hielt Ilona ihren mittlerweile nahezu vollständig auswendig beherrschten Vortrag in einem halbtägigen Coaching vor laufender Kamera. Dadurch, dass sie sich wortgenau an das erarbeitete Manuskript hielt, hielt sie auch stringent die geplante Struktur ein. Allerdings büsste sie dabei ein wenig von ihrer persönlichen Begeisterung ein und die gesamte Performance verlor an Emotionalität. Im Rahmen dieses Coachings gelang es final dann aber doch, sie dank entsprechender Übungen zu Stimm-, Mimik- und Gestik-Übertreibungen erneut mit ihrem „inneren Feuer“ zu verbinden. Abschließend verpflichtete sich Ilona, in der Zeit zwischen dem aktuellen Termin und einer abschließenden Generalprobe den Vortrag einige weitere Male alleine vor laufender Kamera zu trainieren, dabei möglichst alle bis zu diesem Zeitpunkt besprochenen und geübten Aspekte zu berücksichtigen und uns die Videoaufnahmen zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung unsererseits war, diese Video anzuschauen und ihr dezidierte Feedbacks zu den verschiedenen Übungen zu geben.

Schritt 5: Generalprobe

Den Abschluss des gesamten Coachingprozesses bildete eine Generalprobe, für die ein Zeitraum von 2 Stunden angesetzt war. Nach einem ersten wirklich brillanten 20-minütigen Durchgang wurde die Session beendet und Ilona gebeten, sich mit dem Vortrag während der nächsten 8 Wochen bis zum tatsächlichen Auftritt nicht mehr zu beschäftigen. Das Ergebnis dieses Prozesses wurde ja bereits zu Beginn kurz skizziert: Die von uns begleitete Kundin wurde mit Bravour in den Aufsichtsrat gewählt und darüber hinaus gebeten, ihren exzellenten Vortrag anschließend auf verschiedenen Kundenveranstaltungen des Unternehmens zu halten.

Zu Beispiel No 1